Südkorea ist einer der am weitesten entwickelten Märkte Asiens. Entsprechend hat das Zertifizierungssystem viele Fortschritte und Veränderungen erfahren. Vor 2009 gab es 13 verschiedene, sich teilweise inhaltlich überschneidende, Zertifizierungen mit 140 unterschiedlichen Prüfzeichen. Mit dem Korean Electrical Appliance & Consumer Goods safety Management Act 2009 hat das Ministerium für Handel, Industrie & Energie (MOTIE) den Zertifizierungsmarkt vereinheitlicht zum KC-System, in dem auch KCs (KOSHA) beschrieben wird.

    Im KC-System gibt es die Bereiche Konsumgüter, Produkte für Kinder, Elektronik, EMC, KCs (KOSHA, Safety), KEMCO (Energieeffizienz) und MFDS (Food&Drugs). Manche Bereiche definieren Produktkategorien, andere spezifische technische Eigenschaften. Es kann daher vorkommen, dass ein Produkt mehreren Prüfungen unterzogen werden muss.

    Das Zertifizierungsverfahren besteht in der Regel aus Antrag mit verschiedenen Formularien, Produkttests (oder gleich berechnete Testbericht-Prüfungen) und Markierung. Bei der KCs-Zertifizierung können auch Werksinspektionen anfallen.

    Die wichtigsten Fakten zur KCs-Zertifizierung (KOSHA)

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    Antragsdokumente
    • Englische Übersetzung des Handelsregisterauszugs des Herstellers
    • Zeichnung und Fotos des zu zertifizierenden Produkts
    • Markierungsinformationen des Produkts
    • In-House Prüfberichte des zu zertifizierenden Produkts
    • Beschreibung der Prüfanforderungen
    • Liste der verwendeten Rohmaterialien
    • Prüfberichte der wichtigsten Rohmaterialien (vom Lieferanten)
    • einige KC-Formulare
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    Wochen Mindestdauer
    • Schritte:
    1. Antragsdokumente: 1-2 Wochen
    2. je nach Bereich Audit der Produktion: 1-4 Monate
    3. Produkttests in Korea oder Prüfung bestehender Testberichte: 2-6 Wochen
    4. Zertifikat: 1-3 Wochen
    5. Produktmarkierung: je nach Kunde

    • Folgetests und ggf. -audits alle zwei Jahre.

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    +
    € Antragskosten
      • Antragsgebühren sind niedrig, aber je nach Zertifizierungsbereich können noch Inspektionsgebühren dazu kommen.
      • Bitte beachten Sie, dass Testkosten sehr hoch sein können. Je nach Produktart können Prüfungskosten mittlere fünfstellige Beträge erreichen.

    • Verschiedene Produktarten (auch innerhalb eines Standards) erzeugen weitere Testkosten, Produktgruppen nach anderen Standards noch weitere Antragskosten.

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    Für welche Art von Produkten ist die KCs-Zertifizierung (KOSHA) erforderlich?

    Auch nach der Vereinheitlichung der KC-Zertifizierung 2009 hat sie wegen der verschiedenen Bereiche und der unterschiedlichen Zertifizierungsverfahren (auch innerhalb der Bereiche) eine noch sehr hohe Komplixtät. Einen Überblick über die wesentlichen Unterschiede finden Sie in dieser ausfahrbaren Tabelle:

    Bereich Umfasste Produktarten Verfahrensschritte
    KCs (KC Safety)
    • Produkte nach IEC 60079-0 (ed.4.0:2004)_General requirements,

    Produkte mit:

    • Druckfester Kapselung „d“ nach IEC 60079-1 (ed.5.0:2003)_flameproof enclosures “d”
    • Überdruckkapselung „p“ nach IEC 60079-2 (ed.4.0:2001)_pressurized enclosure “p”
    • Erhöhter Sicherheit „e“ nach IEC 60079-7 (ed.3.0:2001)_increased safety “e”
    • Flüssigkeitskapselung „o“ nach IEC 60079-6 (ed.2.0:1995)_liquid immersion “o”
    • Eigensicherheit „i“ nach IEC 60079-11 (ed.4.0:1999)_intrinsic safety “i”
    • Zündschutzmethode „n“ nach IEC 60079-15 (ed.3.0:2005)_type of protection “n”
    • Vergusskapselung „m“ nach IEC 60079-18 (ed.2.0:2004)_encapsulation “m”
    • Sandkapselung „q“ nach IEC 60079-5 (ed.3.0:2007)_powder filling “q”
    • Gehäusetyp „tD“ nach IEC 61241-1 (ed.1.0:2004)_Protection by enclosures “tD”
    1. Antrag
    2. ggf. Werksinspektion
    3. ggf. Produkttests in akkreditierten Laboren
    4. 2 Jahre gültiges Zertifikat
    5. KC-Markierung
    6. Regelmäßige Folgeprüfungen

    KOSHA (Certification of Compliance)
    • Kräne
    • Druckbehälter
    • Aufzüge
    • Pressen, Bremsen für Pressen/Schermaschinen
    • Roller
    • Spritzgießmaschine
    • Gondelbahnen
    • Sägemaschinen
    Sonderregelung: Importzertifizierung, einmaliger Import von bis zu 10 Stück kann vom Importeur mit minimaler Dokumentation beantragt werden. Ansonsten wie KCs.
    KOSHA (Declaration of Compliance)
    • Schleifmaschinen
    • Industrieroboter
    • Mixer
    • Zerkleinerungsmaschine
    • Lebensmittelverarbeitungsmaschinen
    • Förderbänder
    • Hebebühnen
    Sonderregelung: Importzertifizierung, einmaliger Import von bis zu 10 Stück kann vom Importeur mit minimaler Dokumentation beantragt werden. Ansonsten wie KC Elektronik (Lieferantenkonformität).

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    Wie läuft die KCs-Zertifizierung (KOSHA) ab?

    Die koreanischen Zertifizierungsverfahren des neuen KC-Systems sind relativ standardisiert, auch wenn es immer noch unterschiedliche Behörden mit unterschiedlichen Zuständigkeiten gibt. Ein beliebiges Verfahren besteht minimal aus Antrag und Nachweis von Produktprüfungen nach koreanischen Standards, und maximal aus Antrag, Werksinspektion, Produktprüfungen in Korea, Markierung und jährlicher (vereinfachter) Wiederholung dieses Verfahrens. Jedoch sind die Verfahren für einen Großteil der Produkte eher am einfachen Ende dieses Spektrums zu finden.

    Südkorea wirbt häufig mit den günstigsten Zertifizierungskosten Asiens.. Für die reinen administrativen Schritte mag das auch richtig sein, aber bitte beachten Sie, dass Prüfgebühren (sei es vom Produkt selbst oder von anerkannten bestehenden Testberichten) sogar im Vergleich zu europäischen Verhältnissen vergleichsweise hoch sein können.

    Für die Registrierung Ihrer Zertifizierung sowie die Ausarbeitung der KC-Standards ist das „Korean Agency for Technology and Standards“ (KATS) innerhalb des “Ministry of Trade, Industry and Energy” (MOTIE) zuständig. Das KATS ist wohlgemerkt Mitglied der International Standardisation Organisation (ISO) und der International Electrotechnical Commission (IEC), sodass die koreanischen Standards weitestgehend mit internationalen Normen übereinstimmen.

    Für den Zertifizierungsbereich KC kann die Zertifizierung entweder beim „Korea Testing and Research Institute“ (KTR), dem „Korea Testing Laboratory“ (KTL) oder der Organisation „Korea Testing Certification“ (KTC) durchgeführt werden. Die südkoreanischen Behörden „National Radio Research Agency“ (RRA) sowie die „koreanische Kommunikationskommission“ (KCC) sind für alle EMC-verwandten Zertifizierungen zuständig. Die industriellen Sicherheitszertifizierungen KCs und KOSHA wiederum werden entweder von der „Korea Occupational Safety and Health Agency“ (KOSHA), der „Korea Gas Safety Corporation“ (KGS), oder wieder beim „Korea Testing Laboratory“ (KTL) durchgeführt.

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    Häufige Fehler

    • Es gibt Fehler in den Antragsdokumenten. Auch die Behörden für KC etc. haben formale Anforderungen, die beachtet werden müssen.
    • Sie haben anerkannte Testberichte, deren Prüfung kostet jedoch genauso viel wie Tests selbst. Anerkannte Testberichte können die Dauer der Zertifizierung verkürzen, reduzieren aber nicht die Gebühren für Produkttests.
    • Die Produkte entsprechen nicht den Standards. Koreanische KC-Normen orientieren sich fast immer an internationalen Normen, insbesondere IEC-Standards. Dennoch gibt es immer mal wieder spezifische Unterschiede.
    • Die Produkte sind nicht markiert. Einige Produkte müssen nicht markiert werden, aber die meisten brauchen ein KC-Logo.

    Weiterführende Links